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hr Konzept ist keines“

Über die Zukunft der Kirchenzeitung wird erst nach Weihnachten entschieden

Nach 16 Jahren Redaktionsleitung stand Hanni Steiner beim Kirchentag der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) im Regen. Ein halbes Jahr vor Steiners Ruhestand hatte der Kirchenvorstand eine Debatte über die künftige Erscheinungsweise des kostenlosen Zweimonatsblattes „Kirchenzeitung“ (BKZ) angestoßen. Danach sollten künftig nur noch drei Ausgaben pro Jahr kostenlos ausliegen, während acht Hefte als internes Mitarbeitermagazin erscheinen würden. Doch das kirchliche Plenum bog diesen Vorschlag ab. Viele hatten darin einen Versuch gesehen, Kirche weg von der Gesellschaft hin auf religiöse Themen auszurichten. Nun wird eine Arbeitsgruppe ein neues Konzept erarbeiten, das beim nächsten Kirchentag im Frühjahr unterm Baum liegt.

Diesem Schlichtungsvorschlag war jede Menge Kritik an Kirchenzeitung und Kirchenvorstand vorausgegangen . Pastor Ingbert Lindemann stellte fest, er sei zwar „ein begeisterter Leser“, doch kenne er kaum andere. Darum sei ein neues Konzept für die BKZ nicht schlecht. Aber welches?

„Ihr Konzept ist kein Konzept“, wandte sich die Landesjugendpfarrerin Ruth Fenko an den Kirchenvorstand. „Wollen wir Hofberichterstattung oder weiterhin kritischen Journalismus, der einer allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich ist?“, fragte Fenko in den Saal. „Wir wollen nicht von der Öffentlichkeit weg. Im Gegenteil, wir gehen mit dem Konzept jetzt richtig rein“, sagte Schriftführer Louis-Ferdinand von Zobeltitz. „Arbeitsgruppe klingt für viele besser als das völlige Ende. Viele Teilnehmer hatten Angst gehabt, der Vorstand würde das Aus der BKZ durchboxen.“ Ole Rosenbohm

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