heute in hamburg: „Fast wie Hauptschulen“
Debatte Der Bildungsclub lädt zu einer Fachtagung über Schulen mit schwieriger Sozialstruktur ein
65, ist Berufsschulehrer und war von 2005 bis 2013 der Landesvorsitzende der Gewerkschaft GEW in Hamburg.
taz: Der „Bildungsclub“ lädt heute zu einer Tagung über Schulen mit schwieriger Sozialstruktur ein. Was ist der Bildungsclub?
Klaus Bullan: Den haben meine frühere Vertreterin Sigrid Strauß und ich ins Leben gerufen. Es ist ein Kreis, der sich über die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hinaus für bessere Bildung in Hamburg einsetzt.
Was brauchen Schulen in schwieriger Lage?
Es ist falsch, alle Schulen über einen Kamm zu scheren, etwa mit Leistungstests. Und wir zweifeln, ob das System „selbstverantwortete Schule“ hilfreich ist.
Aber man hört von Erfolgen, es gibt mehr Abiturienten – auch dank der Stadtteilschule.
Stimmt. Etwa 30 Prozent der Stadtteilschüler macht Abitur, obwohl nur drei Prozent in Klasse vier die Prognose erhielten. Aber das ist der Durchschnitt. Es gibt Stadtteilschulen, wo die Abiturentenzahl verschwindend gering ist, die fast zur Hauptschule werden.
Mit wem diskutieren Sie?
Die Leiterin der Schulinspektion Martina Diedrich wird uns berichten. Es kommt Isabell van Ackeren von der Uni Duisburg-Essen, die zu Schulen in schwieriger Lage wichtige Forschung betreibt. Wir laden fünf Schulleiter ein, die uns sagen, was etwas nützt und was schadet. Und wir reden mit den Schulpolitikern.
Interview kaj
Diskussion: „Schwierige Lage – Gute Schule?“: 17 Uhr, Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, Anmeldung unter☎Zum Thema
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