die wortkunde:
Wer Jude ist, bestimmen immer noch die Deutschen. Natürlich immer nur zu deren Schutz. So hat die Duden-Redaktion hinter „Jude“ den Hinweis eingefügt, dass es „wegen der Erinnerung an den nationalsozialistischen Sprachgebrauch als diskriminierend empfunden werden kann“ und man auch „jüdische Menschen“ sagen könne. Nach heftiger Kritik vom Zentralrat der Juden, die Eigenbezeichnung des Volks und der Religion sei „weder ein Schimpfwort noch diskriminierend“, erwiderte der Duden, er nehme ernst, dass der Hinweis auf Diskriminierung diskriminierend sei. Immerhin. Auch Rassismus-Expert*innen wie Susan Arndt sollte auffallen, dass hinter ihren ernstgemeinten Alternativen wie „Ju.“ das steckt, was sie sonst so eifrig kritisieren: die Unsichtbarmachung von Menschen. Doris Akrap
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