die gute nachricht: Ärzt*innen erkennen Endometriose häufiger
Kann es eine gute Nachricht sein, wenn immer mehr Frauen bescheinigt wird, eine Krankheit zu haben? Bei einer Erkrankung mit einer so hohen Dunkelziffer wie Endometriose schon. 2022 wurde bei 399.718 Frauen und Mädchen in Deutschland Endometriose nachgewiesen. Das ist ein Anstieg um 65 Prozent in zehn Jahren, laut einer Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. Die Entwicklung wird auf ein verstärktes Bewusstsein für das Krankheitsbild zurückgeführt, für das Betroffene seit Langem kämpfen. Bei Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter. Chronische Entzündungen können zu extremen Schmerzen und anderen Symptomen wie eingeschränkter Fruchtbarkeit führen. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland mehr als zwei Millionen Betroffene. Um die Krankheit noch zuverlässiger zu diagnostizieren, schlagen die Studienautor*innen vor, die Möglichkeiten der Ärzt*innen zu verbessern, die komplexen Untersuchungen abzurechnen. Anton Benz
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen