die gute nachricht: Das Ozonloch schrumpft weiter
Streng genommen ist das Ozonloch gar kein Loch, sondern eine dramatische Ausdünnung des Ozongehalts in der Stratosphäre, eine der Schichten der Gashülle, die die Erde umgibt. Britische Forscher bewiesen 1985 erstmals die Existenz des Ozonlochs, das sich mit rasender Geschwindigkeit zu vergrößern schien. Das machte vielen Menschen Angst. „Lebensgefahr aus der Dose“, titelte der Spiegel 1987. Als der am weitesten verbreitete ozonschädigende Stoff galt nämlich FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe), das als Kühlmittel in Sprühdosen verwendet wurde. Die Angst vor dem Ozonkollaps war berechtigt, denn Ozon bildet für die Lebewesen auf der Erde einen wichtigen Schutz: Es filtert UV-Strahlung und schützt uns damit zum Beispiel vor Krebserkrankungen. Mit dem Montreal-Protokoll von 1987 einigten sich 189 Staaten auf Regeln, um die Ozonschicht zu retten, etwa einen schrittweisen Verzicht auf Chemikalien, die zum Abbau von Ozon führen. Lange wuchs das Loch weiter, am größten war es im Jahr 2000: Auf 29,9 Millionen Quadratkilometern erstreckte es sich über der Antarktis. 2022 betrug die maximale Ausdehnung des Ozonlochs nur noch 26,5 Millionen Quadratkilometer. Das zeigen jüngst erschienene Daten der US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Bis sich die Ozonschicht vollständig erholt hat, dauert es allerdings noch eine Weile – 50 bis 100 Jahre lautet die aktuelle Prognose. Ozonschädigende Stoffe brauchen so lange, bis sie abgebaut sind. Alexandra Hilpert
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