: demontiert
Peter Strieder
Bislang war SPD-Parteichef Peter Strieder ein echtes Stehaufmännchen. Noch jede Niederlage konnte er in einen Karrieresprung ummünzen. Erst vor vier Jahren stieg er nach einer Wahlniederlage vom Kreuzberger Bezirksbürgermeister zum Stadtentwicklungssenator auf.
Als Parteivorsitzender trug er 1999 Mitverantwortung für das miserable Wahlergebnis der letzten Abgeordnetenhauswahl und wurde Senator des Megaressorts Bauen, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt. Mit dieser Entscheidung wurde Parteifreundin Annette Fugmann-Heesing aus dem Amt der Finanzsenatorin ins politische Abseits manövriert. Strieder musste einen massiven Autoritätsverlust als Parteichef hinnehmen.
Der Parteilinke vereinigt in persona alle Untugenden der Berliner SPD – große Reden und kleine Taten, häufige Kurswechsel und selten eine klare Linie. Die Parteibasis wift ihm zudem einen selbstherrlichen Führungsstil und Alleingänge vor.
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