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collin powell

Ein zu später Gast

Wenige Stunden vor dem Abschluss der Konferenz gab es bei einer Rede von US-Außenminister Colin Powell einen Eklat. Mehrfach wurde er von Delegierten ausgepfiffen, die ein Plakat mit der Aufschrift „Von den Regierungen betrogen“ entrollt hatten. Powell musste seine Rede unterbrechen. Er nannte den Gipfel vor den Staats- und Regierungschefs ein „Symbol der Hoffnung“. Dennoch, den Schlüssel zum Erfolg halte der Privatsektor, weniger die Regierungen in Händen. Er kündigte an, dass US-Präsident Bush eine Aufstockung der Entwicklungshilfe um 5 Milliarden Dollar pro Jahr beantragen werde, was einer 50-prozentigen Steigerung entspräche.

Laut wurde es im Plenarsaal, als Powell auf den Klimawandel einging. „Die USA handeln, einschließlich beim Klimawandel“, meinte er. Die USA weigern sich, das Kioto-Protokoll zu unterzeichnen. Powell vertritt in Johannesburg US-Präsident Bush, der als einziger Spitzenpolitiker der G-7-Staaten nicht zu der UN-Tagung gekommen war. DPA