auf du und du mit dem iwf-protest: Gipfelstürmer online
Am 26. September, oder kurz s26, so die Organisatoren des Prag-Protestes im Internet, sollen überall zahlreiche Aktionen laufen, von Streiks bis zu „Critical-Mass-Radfahrten“. Einige drohen offen, nicht nur friedlich vorgehen zu wollen: Mögliche Protestformen seien auch das „Aneignen und Verteilen von Luxuskonsumgütern“ und das „Beschädigen oder Störung der kapitalistischen Infrastruktur“. Bei den Protesten in Seattle waren die meisten Demonstranten friedlich. Auch die Prager Organisation INPEG stellt ausdrücklich fest: keine Gewalt gegen Menschen, Tiere und Eigentum. Parallel zur offiziellen Tagung in Prag werden zudem – mindestens – ein Seminar, ein Forum und ein Videofestival vorbereitet, zu dem zahlreiche NGO-Vetreter zusammentreffen werden, die sich seit Jahren inhaltlich intensiv mit den beiden Institutionen auseinander setzen. Alle Seiten informieren über organisatorische Fragen wie Unterkunftsmöglichkeiten und sind miteinander vernetzt.
Protestvorbereitung
http://imf2000.webjump.com Die Seite der Prager Organisatoren, INPEG, auf Tschechisch und Englisch, organisatorische Tipps
http://x21.org/s26 verschärfter Protest, Termine, Standpunkte
www.globenet.org/periph.agenda.deag.html, verschärfter Protest
NGOs:
www.igc.org/dgap Development Gap, englisch, Studien über Auswirkungen von Strukturanpassungen (SAPRIN)
www. weedbonn.org, Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung – viele Infos auf Deutsch
http://attac.org, u. a. englisch, deutsch – Steuermöglichkeiten des internationalen Kapitalverkehrs
www.erlassjahr2000.org, deutsch und englisch, deutsche Version von Jubilee 2000, Schuldenerlass, Aktionen
www.bankwatch.org, englisch, Links zu den wichtigsten NGOs, die weltweit zu IWF/Weltbank inhaltlich arbeiten, Infos zu Seminaren, Foren und Videos
www.brettonwoodsproject.org, englisch, arbeiten kritisch zu Weltbank-internen Fragen (Politikfelder, Projekte, Strukturen)
Offiziell:
www.imf.org und www.worldbank.org informieren auf Englisch über Tagungsablauf, Reden und Kommuniqués
Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
MAIKE RADEMAKER
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen