piwik no script img

Zyklon in SüdbrasilienUnwetter fordern 36 Todesopfer

Mehr als 52.000 Menschen sind in Brasilien von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Viele von ihnen warten noch auf Hilfe und Rettung.

Überschwemmungen in der südbrasilianischen Stadt Lajeado Foto: REUTERS/Diego Vara

Muçum afp | Die Zahl der Todesopfer durch einen Zyklon im Süden Brasiliens ist auf mindestens 36 gestiegen. Neun Menschen würden noch vermisst, teilten die Behörden des Bundesstaats Rio Grande do Sul am Mittwoch (Ortszeit) mit. Nach Angaben von Gouverneur Eduardo Leite warten zudem Tausende Bewohner in den Hochwassergebieten auf ihre Rettung.

Der Wirbelsturm hatte am Dienstag im Süden Brasiliens Starkregen ausgelöst, der zu Überschwemmungen und Erdrutschen führte. Mehr als 52.000 Menschen in 70 teils abgelegenen und schwer zugänglichen Orten waren von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Mehr als 5.300 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen. Viele Menschen brachten sich auf Dächern vor den Wassermassen in Sicherheit, wie Leite sagte.

Hunderte Rettungskräfte, Polizisten und Freiwillige waren im Einsatz, um die Menschen in von den Überschwemmungen abgeschnittenen Gebieten zu erreichen. Leite warnte, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte, da für Donnerstag weiterer Starkregen vorhergesagt wurden.

Bereits im Juni hatte ein Zyklon in Rio Grande do Sul gewütet. 13 Menschen kamen damals ums Leben. Brasilien wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Wetterkatastrophen heimgesucht, die nach Ansicht von Experten durch den Klimawandel verstärkt werden. Im Februar starben im südöstlichen Bundesstaat São Paulo mindestens 65 Menschen, nachdem sintflutartige Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst hatten.

Eine Koalition, die was bewegt: taz.de und ihre Leser:innen

Unsere Community ermöglicht den freien Zugang für alle. Dies unterscheidet uns von anderen Nachrichtenseiten. Wir begreifen Journalismus nicht nur als Produkt, sondern auch als öffentliches Gut. Unsere Artikel sollen möglichst vielen Menschen zugutekommen. Mit unserer Berichterstattung versuchen wir das zu tun, was wir können: guten, engagierten Journalismus. Alle Schwerpunkte, Berichte und Hintergründe stellen wir dabei frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade jetzt müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Was uns noch unterscheidet: Unsere Leser:innen. Sie müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Es wäre ein schönes Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • Währenddessen in China 300.000 Evakuierte wegen eines Sturms, wie er mittlerweile einfach als ganz normal angesehen werden muss.