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■ Zu PersonBock auf der Bank

Früher verfolgte der Oberstaatsanwalt Hans-Georg von Bock und Polach Straftäter, heute sitzt er selbst auf der Anklagebank – wegen Strafvereitelung im Amt. Dabei sah es nach der Bürgerschaftswahl im Mai 1995 so aus, als hätte der heute 55jährige Jurist den großen Karrieresprung geschafft. Von Bock wurde Staatsrat im Innenressort. Doch schon bald holte von Bock die Vergangenheit ein. Rund 180 unbearbeitete Akten fanden seine ehemaligen Kollegen im Arbeitszimmer des Oberstaatsanwaltes, darunter 100 Ordnungswidrigkeiten, die verjährt waren. Auch eine Anzeige von Finanzminister Theo Waigel (CSU) wegen Beleidigung gegen Mitglieder des Antirassismus-Büros verlief im Sande: Von Bock hatte die Akte sschlichtweg verloren. Da bei Strafvereitelung im Amt Vorsatz nachgewiesen werden muß, ist von Bock nur in fünf Fällen angeklagt. kes

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