piwik no script img

Zahlen und Fakten zum Kirchentag990 Badewannen Getränke

Wie viele Brötchen essen eigentlich 145.000 Menschen? Wo schlafen die alle? Was haben Triebwagen mit dem Kirchentag zu tun? Und vor allem: Was kostet das den Steuerzahler?

DRESDEN dpa | Zum 33. Mal findet der Deutsche Evangelische Kirchentag statt. An der Veranstaltung in Dresden nehmen 118.000 Dauergäste teil. Von Donnerstag bis Samstag werden zusätzlich 27.000 Tagesgäste erwartet. Weitere Fakten zum Kirchentag:

- Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Ostdeutschland, allein 30.000 davon aus Sachsen.

- 1.300 Pressevertreter werden erwartet.

- Knapp zwei Drittel der Teilnehmer sind weiblich, 90 Prozent evangelisch, 28 Prozent sind Schüler.

- Das Spektakel hat einen Gesamtetat von 14,8 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen gibt 5,5 Millionen Euro aus, die Stadt Dresden knapp zwei Millionen Euro, die sächsische Landeskirche eine Million Euro und der Bund 400.000 Euro, die restlichen sechs Millionen stammen aus Eintrittspreisen, Merchandising und Sponsoring.

- Das Programm umfasst 2.350 Veranstaltungen und wurde von etwa 38.200 Menschen erstellt.

- Etwa 250 Polizisten sollen für die Sicherheit der Besucher sorgen.

- 38.700 Teilnehmer schlafen in Gemeinschaftsunterkünften in 249 Schulen. In Hotels sind etwa 14.000 Übernachtungen gebucht, bei Privatpersonen kommen 11.200 Personen unter.

- Rund 6.000 ehrenamtliche Helfer stellen den Kirchentag auf die Beine. Die Mitarbeiter des Organisationsteams haben im Vorfeld der Veranstaltung rund 25.000 Arbeitsstunden geleistet, 40.000 Stunden werden die Helfer während des Festes selbst aufwenden.

- Für die Gäste des Kirchentags wurden 2.000 Fahrräder gespendet, die zur Verleihung bereitstehen.

- Für die Verpflegung planen die Veranstalter mit 340.000 Brötchen, 122.400 Litern (entspricht 990 Badewannen) Getränken und 205 Kilogramm Bio-Nuss-Nougat-Creme.

- Es werden 185.000 Kerzen und fast 50 Kilometer Klebeband verbraucht.

- Die Deutsche Bahn bietet bis Sonntag rund 450 Fahrten in 40 zusätzlichen Waggons und 16 Triebwagen aus dem gesamten Bundesgebiet an und macht im Dresdner Bahnhof Platz für 10.000 Gepäckstücke. Dafür werden Hunderte zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt.

- Der Kirchentag 2010 fand in Bremen statt und hatte einen Energieverbrauch von 37.000 Litern fossiler Brennstoffe, es entstanden 459 Tonnen Kohlendioxid.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

2 Kommentare

 / 
  • D
    D.A.

    oh mann , die sollen bitte verschwinden , ich bekam gestern nichma in meiner stammkneipe nen platz ...

  • HA
    Herr ABC

    1. Den Kirchentag 2010 in Bremen muss ich verpasst haben. Liegt vielleicht daran, dass er schon 2009 war.

     

    2. Gibt es diese Rechnung auch für:

    a) den Obama-Besuch 2008

    b) den Papstbesuch im September

    c) diverse Myfeste?

     

    Würde mich mal interessieren.