: Wirt muss warten
Streit Der neue Betreiber kann den Biergarten im Stadtpark nicht eröffnen. Der alte will nicht gehen
Der Vertrag ist unterschrieben und die Freibadsaison im angrenzenden Naturbad am Mittwoch eröffnet worden, dennoch kann der Biergarten im Stadtpark nicht eröffnen. Denn der alte Betreiber hat angekündigt zu bleiben, bis ihn ein Gerichtsvollstrecker vertreibt.
„Klar läuft der Betrieb weiter“, sagt Thorsten Köpp. Das Landgericht hatte Mitte April nach jahrelangem Streit entschieden, dass Köpp gehen muss. Die Besitzerin des Geländes, die Bäderland-Gesellschaft, hatte ihm im Juni 2016 zum Jahresende gekündigt, weil Köpp sich geweigert hatte, die komplette Miete zu zahlen. Am Freitag habe sein Anwalt eine Klage wegen Wuchermiete eingereicht. Außerdem wirft Köpp der Bäderland-GmbH vor, die Gebäude verkommen zu lassen.
„Wir haben uns das vor Ort angeschaut und sehen keine akute Gefahr“, heißt es vom Bezirksamt Nord. Köpp hält das Ergebnis eines von ihm in Auftrag gegebenen Gutachtens dagegen: „Das hat ergeben, dass die Wand bei starkem Wind droht rauszubrechen“, sagt er.
Der neue Mieter, der auch das „Herzblut“ auf dem Kiez und den Foodtruck „Meatwagen“ betreibt, muss sich bis auf Weiteres mit dem Betrieb auf dem angrenzenden Naturbad und einem provisorischen Kiosk behelfen. Milena Pieper
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