piwik no script img

Wenn der Waschbär kommt

Beratung Begegnungen mit Wildtieren in der Stadt nehmen zu

Vor allem in den etwas ruhigeren Abend- und Nachtstunden kommt es zu unerwarteten Begegnungen. Selbst in den Innenstadtbezirken treffen Berliner immer wieder auf Wildtiere. Füchse, Waschbären und Steinmarder haben den urbanen Lebensraum für sich entdeckt. Wer wissen will, wie man mit einem Fuchs im Hinterhof, einem Waschbär in der Wohnung oder auf dem Dachboden richtig umgeht, findet Hilfe bei der Wildtierberatung des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) in Berlin. „Es gibt Wildtiere, die sich sehr gut an das städtische Leben anpassen können“, sagt Nabu-Wildtierberaterin Katrin Koch. Menschen – aber auch Haustiere – würden schon lange nicht mehr als Feind angesehen. „Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass Hunde für den Menschen inzwischen eher die Rolle von Sozialpartnern einnehmen, vor denen ein Fuchs oder Waschbär keine Angst hat.“

Einem Waschbären, der über die Katzenleiter oder die Katzenklappe in die Wohnung eindringt, sollte man auf jeden Fall einen Fluchtweg ermöglichen, über den er die Wohnung wieder verlassen kann. Treffen Waschbär und Mensch in der Wohnung unverhofft aufeinander, „sind nämlich beide Parteien ziemlich überrascht“, so Katrin Koch. Füchse haben übrigens nur noch selten Tollwut. Seit Jahren werden die Tiere erfolgreich mit Fressködern geimpft. Trotzdem kommen sie an den Gartentisch und betteln um Futter. ve

Wildtierberatung des Nabu: Mo.– Fr., 9–17 Uhr, Tel. (030) 54 71 28 91 oder wildtiere@nabu-berlin.de

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen