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Weniger Schokolade, höherer PreisMilka Alpenmilch ist „Mogelpackung“ des Jahres

Milka Alpenmilch Schokolade hat seine Preise intransparent erhöht, sagen Verbraucherschützer. 90 statt 100 Gramm für 1,99 statt 1,49 Euro.

Mogelpackungen: Die Tafel Schokolade kostet jetzt mehr, dafür ist aber auch weniger drin! Foto: Anton Geisser/imago

afp/taz | „Mogelpackung“ des Jahres aus Verbrauchersicht ist die Milka Alpenmilch Schokolade. In einer Online-Abstimmung fielen zwei Drittel der Stimmen auf das Produkt aus dem Hause Mondelez, wie die Verbraucherzentrale Hamburg am Mittwoch mitteilte. Die Schokoladentafel wurde Anfang des Jahres 2025 dünner und gleichzeitig teurer: Die Füllmenge pro Tafel sank von 100 auf 90 Gramm, der Preis stieg von 1,49 auf 1,99 Euro.

An der Abstimmung beteiligten sich laut Verbraucherzentrale so viele Verbraucherinnen und Verbraucher wie seit sechs Jahren nicht mehr – 34.731 Menschen gaben ihre Stimme ab. Noch nie in der zwölfjährigen Geschichte der Wahl habe ein Produkt einen derart hohen Stimmenanteil erreicht. „Das Abstimmungsergebnis ist ein Denkzettel, wie man ihn deutlicher kaum geben kann“, erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Abstimmung hatte am 5. Januar begonnen, zur Auswahl standen die Milka-Schokolade, eine Backmischung von Dr. Oetker, ein Müsli von Kölln, ein Nudel-Fertiggericht von Knorr und Kaffeesticks von Jacobs. Die Auswahl basiert auf der „Mogelpackungsliste“ der Verbraucherzentrale, die Produkte auflistet, bei denen Hersteller oder Händler den Preis intransparent erhöht haben, meist durch geringere Füllmengen bei gleichbleibendem oder sogar steigendem Preis.

Die Verbraucherzentrale hatte Anfang September wegen der Milka-„Mogelpackung“ gegen den Hersteller Mondelez auch Klage vor dem Landgericht Bremen eingereicht und argumentiert, dass ein „deutlicher“ Hinweis auf die Reduzierung des Inhalts fehle. Verhandelt wird darüber im April. Die Verbraucherzentrale will juristisch geklärt wissen, ob die Füllmengenreduzierung „nicht nur ärgerlich, sondern auch irreführend“ war.

Höhere Kakaopreise

Mondelez hatte die Entscheidung mit hohen Einkaufskosten verteidigt: „So haben sich beispielsweise die Kakaopreise in den letzten zwölf Monaten fast verdreifacht und ein Rekordniveau erreicht“, erklärte Sprecherin Jenny Linnemann vergangenen September. Auch andere Kosten, etwa die für Energie, Verpackung und Transport, blieben hoch, insgesamt sei damit die Herstellung der Produkte deutlich teurer geworden.

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