Was fehlt …: … der gedruckte „Playboy“
Das Männermagazin Playboy erscheint in den USA künftig nicht mehr regelmäßig in gedruckter Form. Für den Rest des Jahres sollen Inhalte online veröffentlicht werden, schrieb Geschäftsführer Ben Kohn am Mittwoch (Ortszeit) in einem offenen Brief. Das letzte Heft in diesem Jahr erscheine in den USA noch in dieser Woche, von 2021 an solle es dann aber nur noch Sonderausgaben und neue Angebote in gedruckter Form geben.
Diese Entscheidung sei innerhalb des Unternehmens lange diskutiert worden. Wegen der weltweiten Corona-Krise werde sie nun aber vorgezogen, schrieb Kohn. Denn: Die Pandemie habe sowohl die Produktion von Inhalten als auch Lieferketten weitgehend unterbrochen. „Wir waren gezwungen, die Debatte, die wir intern bereits geführt hatten, zu beschleunigen“, schrieb Kohn weiter.
„Es ist keine Überraschung, dass sich die Gewohnheiten beim Medienkonsum seit einiger Zeit ändern (...) in gedruckter Form erreichen unsere Inhalte nur einen Bruchteil unserer Fans“, räumte Kohn ein.
Das Heft war in den USA zuletzt vier Mal im Jahr erschienen. Die Playboy-Erstausgabe war 1953 auf den Markt gekommen. Playboy-Gründer Hugh Hefner war 2017 im Alter von 91 Jahren gestorben. dpa
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