Was fehlt …: … Das Foto von Hitler
Auf der sächsischen Augustusburg verkleidete sich ein Mann bei einem Motorradfahrer-Treffen als Hitler. Er saß am Samstag im Beiwagen einer Maschine, die wie ein Wehrmachtsmotorrad aussah. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte die Aktion via Twitter als „mehr als geschmacklos“ verurteilt. Offenbar war sie dann aber doch einfach nur geschmacklos und nicht mehr – die Imitation sei „strafrechtlich nicht relevant“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz am Donnerstag. Seitenscheitel und Hitlerbart falle nicht unter den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Strafbar gewesen wäre es höchstens gewesen, wenn der Mann Hitlerfotos, einen Hitlergruß oder ein Hakenkreuz gezeigt hätte. (dpa/taz)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen
meistkommentiert