Was fehlt …: … nüchterne Präzision
Curling ist eine olympische Disziplin, die diese Bezeichnung tatsächlich verdient hat. Was von außen für uns Laien phantasielos, pedantisch und leicht neurotisch daherkommt, ist in Wahrheit ein physicher Ausdruck des Gipfels stoischer Diszipliniertheit. Perfektionierte Feinmotorik und ein Gleichgewichtssinn, der jede Yogalehrer*in im Handstand erblassen lässt, sind nur zwei der Anforderungen.
Umso schöner, dass der ehemalige kanadische Curling-Olympiasieger nun eine ungehörig rüpelhafte Performance auf's Eis brachte. Ryan Fry und sein Curling-Team waren vor einem Wettbewerb im Rahmen der World Curling Tour in einem Maße alkoholisiert, dass die Jury keine Wahl hatte: Das kanadische Team randalierte in der Umkleidekabine, zerstörte Materialien der Konkurrenz und pöbelten noch bis auf das Eis hinaus. Einstimmig beschloss man, das rotznasige Team vom Wettbewerb auszuschließen. Die vier Pflegel zeigten sich zuletzt betroffen und reumütig und entschuldigten sich für den Ausfall. (juhu)
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