piwik no script img

WAZ-InternetportalWat ham wir gewatet!

Kommentar von

Steffen Grimberg

Seit Montag ist das WAZ-Internetportal derwesten.de online. Eine Rezension der Stimme des Potts - in Mundart.

A nton, sächte Cervinski für mich, mach mich dat Hemd nicht am Flattern: Wie sieht denn dat aus? Nich nurn bissken wie Spiegel Online, diese neue Seite von Katharina Borchert ihre Redaktion das fertige Teil. Menno, wat ham wir gewatet. Und gezz is dat zwar alles zusammen, WAZ und Westfalenpest und die Rundschau aus Doatmund, die NRZ und diesa Kreisanzeiga vonne Flitzpiepen ausm Sauerland. Abba will soll kein Schwein da wat finden!

Und dieset neue Fidio-Programm von dieses "V-Team" is imma no nich fettich. Hömma, mach hinne! Wobei: Wenn dat mit dieset "Bewechtbild" dazu füaht, dasse Kollegen vonne Lokalredakzionen noch mehr malochen müssen wie gezz schon, dann lass man stecken.

Denn wie schreibt die Chefin vons Ganze, Katharina Borchert, selba auffe vollautomattisch eingebaute Kummuniti-Seite: "Wir sind Menschen und keine Textroboter, und egal wie sehr wir uns bemühen, wir werden Fehler in der Berichterstattung machen. Vermutlich sogar reichlich." Und dann schreibt se noch, dasse aber immer richtichstellen wolln, wat se vasemmeln.

Wer aba gedacht hat, dasse gezz abheben in ihrn Webb-Zwo-Null-Firlefanz und ihre Heimat verleuchnen tun, liecht zum Glück daneben: "Aussem Pott geh ich nicht weg", sacht da der Rudi Assauer im Aufmacher und nuckelt anne Zigarre. Da siehsse, Zukunft hat imma wat mit Schalke zu tun. Auch wenn der Assauer da ga nich mehr is.

Abba hier noch unsa Spitzenreita vonne Nachrichten, gefunden am Staht-Montach inne Doatmund-Meldungen: "Etwa 300 volle Bierkästen fielen gestern Morgen um 8.33 Uhr von der Ladefläche eines Sattelzuges auf die Fahrbahn der Pottgießerstraße in Dortmund-Lindenhorst." Wenn dat ma nich eins zu eins aussem Polizeibericht abgeschriebn is, fress ichn Besen.

Wennste mehr über Bierfluten und son Zeugs wissen wills, musse abba selba klicken: www.derwesten.de

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

0 Kommentare