Unicef-Bericht zu Kindern: 70 Millionen vom Tod bedroht

Das Kinderhilfswerk Unicef warnt: Arme Kinder brauchen mehr Hilfe. Sonst sterben Millionen von ihnen, bevor sie fünf werden – an vermeidbaren Ursachen.

Kinderhände halten Kekse

119 Millionen Kinder werden in den nächsten 15 Jahren weltweit ohne Unterstützung an chronischer Mangelernährung leiden, wenn nichts für sie getan wird. Foto: ap

NEW YORK dpa | Fast 70 Millionen Kinder werden einem UN-Bericht zufolge in den kommenden 15 Jahren noch vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Ursachen sterben, wenn die internationale Gemeinschaft ihnen nicht hilft.

Weitere 119 Millionen Kinder weltweit werden ohne Unterstützung an chronischer Mangelernährung leiden, wie es in dem am Dienstag in New York veröffentlichten Papier der UN-Kinderschutzorganisation Unicef heißt.

„Das Leben und die Zukunft der am stärksten benachteiligten Kinder zählt – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familien, ihre Gemeinden und ihre Gesellschaft“, sagte Unicef-Chef Anthony Lake. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich stärker um die armen und benachteiligten Kinder dieser Welt zu kümmern.

Derzeit sterben jedes Jahr fast sechs Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag an vermeidbaren Krankheiten. Aber es gibt auch Fortschritte: In den vergangenen 25 Jahren wurde die Kindersterblichkeit nach Angaben von Unicef von weltweit 12,7 Millionen Kindern pro Jahr auf fast 6 Millionen mehr als halbiert. Zudem leiden weltweit deutlich weniger Kinder unter Mangelernährung und deutlich mehr Kinder besuchen eine Grundschule.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de