Unentschieden zwischen HSV und Bayern: Ein Hauch von Überforderung?
Der FC Bayern München schafft es nach der Niederlage gegen Augsburg auch nicht, den HSV zu schlagen. Sportvorstand Eberl hat verschiedene Erklärungen.
Es läuft irgendwie gerade nicht ganz so locker-flockig bei den Bayern, wie man es dort gerne hätte. Nach der ersten Saisonniederlage gegen den FC Augsburg vergangenes Wochenende folgte nun „nur“ ein 2:2 gegen Fast-Schlusslicht HSV.
Für den amtierenden deutschen Meister gleicht das natürlich fast schon einer weiteren Niederlage. Mickrige vier Punkte gab es für diese insgesamt in den letzten drei Rückrundenspiele. Der Grund? Überforderung vielleicht? Von dieser sprach jedenfalls nach dem Spiel in Hamburg ein gefrusteter Bayern-Sportvorstand Max Eberl.
Aber nicht seine Mannschaft, sondern der Schiedsrichter sei etwas überfordert gewesen aus seiner Sicht, erklärte er. Es gab bestimmt die ein oder andere Situation, die Schiedsrichter Harm Osmers hätte pfeifen beziehungsweise härter bestrafen können. Auch gegen die Bayern übrigens: Für Harry Kanes harten Tritt gegen HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes in der dritten Spielminute zum Beispiel hätte es durchaus Gelb geben müssen. Die gab es dafür dann doch. Viel später, zum Ende des Spiels, wegen wiederholtem Meckern.
Ein harter Monat für den FCB
Selbstverständlich sei der überforderte Schiri keine Entschuldigung oder Erklärung für die Leistung des FCB, ruderte Eberl dann direkt wieder zurück. Denn: „Wir hätten mehr Tore machen und besser verteidigen können.“ Auf diese kompetente wie kluge Analyse folgte dann seine Erklärung, warum momentan bei den Bayern etwas die Luft raus sei: „Wir haben einen sehr, sehr harten Monat hinter uns, in dem wir jetzt sieben Spiele in 20 Tagen absolviert haben.“
Klingt da etwa doch ein kleines bisschen Überforderung durch? Bis zum Bundesligaspiel kommenden Sonntag gegen die zurzeit sehr starken Hoffenheimer auf Ligaplatz drei stehen jedenfalls keine Pflichtspiele für den FC Bayern München mehr an. Zeit also, so Eberl, „die Akkus auch mal wieder ein Stück weit aufzuladen“.
Hoffen wir, dass dann alle etwas weniger überfordert sind.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert