piwik no script img

US-Präsidentschaftswahl 2020Schriftsteller*innen gegen Trump

Dutzende Autor*innen haben sich als „Writers Against Trump“ zusammengeschlossen. Dessen „Regime“ bezeichnen sie als korrupt und faschistisch.

dpa/taz | Eine Gruppe von US-Autor*innen um Siri Hustvedt und ihren Ehemann Pail Auster protestiert gegen eine mögliche Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump. Die Schriftsteller*innen haben sich unter dem Namen „Writers Against Trump“ (auf Deutsch etwa: Autoren gegen Trump) zusammengeschlossen.

Unter den Gründungsmitgliedern seien neben Auster und Hustvedt auch deren Tochter Sophie Auster sowie Carolyn Forché, Peter Balakian und Todd Gitlin, hieß es auf der Webseite der Organisation.

„Wir sind amerikanische Schriftsteller, die zusammengekommen sind, um sich gegen das rassistische, destruktive, inkompetente, korrupte und faschistische Regime von Donald Trump zu stellen und unsere Sprache, Gedanken und Zeit zu geben, um ihn ihm November zu besiegen“, hieß es dort weiter. „Wir glauben, dass diese Präsidentschaft auf einzigartige Weise gefährlich ist für unsere derzeitige und zukünftige Gesellschaft.“

Dutzende weitere Autor*innen haben sich angeschlossen, darunter die Kanadierin Margaret Atwood. Auf der Webseite werden unter anderem zahlreiche Online-Veranstaltungen angekündigt, bei denen die Schriftsteller auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

3 Kommentare

 / 
  • Man sollte den Republikaner Donald John Trump - Selfmade-Milliardär mit deutschen Wurzeln - für eine zweite Amtszeit als US-Präsident ab November 2020 nicht abschreiben. Auch wenn der progressivere demokratische Herausforderer Joe Biden im undemokratischen amerikanischen 2-Parteien-System in Prognosen knapp vorn liegt. Abgesehen von seiner reaktionären, aggressiven, nach außen klar rassistischen Law-and-Order-Politik im Umgang mit "Black-Lives-Matter", der Abschottungspolitik durch den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko, ist Trump immerhin zugute zu halten, dass er keinen Krieg begann, die amerikanische Wirtschaft befeuert, was jetzt natürlich durch Corona stark abgefedert wird. Donald Trump ist ein Geschäftsmann, kein Politiker, stellt auf die ihm eigene, nonkonforme Art immer noch eine Alternative zum alteingesessenen Politestablishment dar: "America first!" Er ist nicht zu unterschätzen ...

    • @Tork Poettschke:

      Lustig - Wenn’s nicht so traurig wäre.



      Kein Politiker. Ah ja - 🤫 -

      Nicht daß ich diesen Geschäftsmann wirklich für vergleichbar hielte.



      Aber im Ansatz. Lesens doch mal dazu -



      Sebastian Haffners “Anmerkung zu Hitler“ . So von Geschäftsmann zu Geschäftsmann. Newahr.



      Normal.

      Ende des Vorstehenden

    • @Tork Poettschke:

      Zu unterschätzen ist DT sicherlich nicht. Und meiner Einschätzung nach wird er die Wahl auch gewinnen, und zwar nicht, weil er der bessere Kandidat ist, sondern, weil er gewissenloser ist.



      An DT Regierungszeit kann ich allerdings nichts Positives feststellen. Die gute Verfassung der Wirtschaft hat er von seinem Vorgänger geerbt, die Tatsache, dass er keine Kriege begonnen hat, ist relativ und hat vor allem damit zu tun, dass es ihm nicht lukrativ genug war. Er hat seine Verbündeten hängen lassen, er hat Hass und Rassismus gesät, er setzt sich mitnichten für die benachteiligten Bürger ein, sondern für seine Leute, seine Familie und diejenigen, die ohnehin genug Geld haben. Er verehrt Diktatoren und verachtet diejenigen, die im Kampf für Demokratie und Freiheit ihr Leben gelassen haben.



      Kurz: der Mann muss weg, denn er ist das Schlimmste, was den USA und der freien Welt passieren kann. Ich hoffe, dass ich mit meiner Wahlprognose falsch liege.