Debatten über ostdeutsche Empörung Böse Worte seit 1989 Woher kommt die emotionale Wucht der Empörung, die sich zur Staatsverachtung verfestigt hat? Eine Zeitreise durch deutsche Befindlichkeiten. Von Harry Nutt 5.9.2026
Bestellerautor Kristof Magnusson „Ich glaube halt an Zugänglichkeit“ Vom Kirchenmusiker zum Schriftsteller: Kristof Magnusson über Bach, das Leipziger Literaturinstitut und das Empowernde an Unterhaltungskultur. Interview von Jan Feddersen 13.8.2026
Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt Die Stadt, aus der ich weggegangen bin Unsere Autorin Annett Gröschner hat vor 44 Jahren Magdeburg verlassen. Vor den Landtagswahlen blickt sie auf die Schätze – und die Zumutungen der AfD. Von Annett Gröschner 7.8.2026
Erinnerung an Hans Henny Jahnn Eine Orgel ohne Pomp Der Autor Hans Henny Jahnn hat auch Orgeln gebaut. Seine größte erhaltene in Hamburg hätten Deutschnationale in den 1920ern fast noch verhindert. Von Petra Schellen 30.7.2026
Diskussion mit queeren, linken Autoren Weiterkämpfen gegen Verachtung und Ausgrenzung Wie lässt sich der Faschismus bekämpfen? In Berlin suchen die Autoren Éribon, Louis und von Redecker nach linken Antworten. Von Gabrielle Meton 26.7.2026
Bulgakow-Denkmal in Kyjiw Zwischen Kulturgut und Dekolonialisierung Vorige Woche wurde in Kyjiw ein Denkmal von Michail Bulgakov entfernt. Der berühmte Schriftsteller wird in der Ukraine heute zwiespältig gesehen. Von Bernhard Clasen 8.6.2026
Die Wahrheit Satz in der Sackgasse Kolumne Die Wahrheit von Eugen Egner Der erste Satz des Textes soll das Werkzeug für die Konstruktion des Anfangs hervorbringen, doch ist da zunächst nur ein groteskes Nichts. 2.6.2026
Roman über die Zeit von Aids Erschrocken über das eigene Überleben Eine ausgelassene Feier in Berlin, dann Aids – nur der Erzähler überlebt die Epidemie: Hans Pleschinskis Schicksalsroman „Bildnis eines Unsichtbaren“. Von Thomas Sparr 23.5.2026
Die Wahrheit Antischreibworkshop Kolumne Die Wahrheit von Christian Kreis Als Kind in Sachsen-Anhalt aufzuwachsen, ist nicht leicht, auch nicht leicht ist es, Schülern dort beibringen zu wollen, was ein Schriftsteller ist. 21.5.2026
Die Wahrheit Aussterbende Zombies Kolumne Die Wahrheit von Susanne Fischer Nicht nur weil es in Europa immer heißer wird, schrumpfen die Bestände an Mensch, Tier und Pflanze und Kleinschriftstellern mit Baumwollbeuteln. 13.5.2026
Debatten um den Friedenspreisträger Was treibt Boualem Sansal? Hat sich Boualem Sansal, der Kämpfer gegen Diktatur und autoritäre Religion, den Rechten zugewandt? Auf Fragen der taz antwortet der Autor per Mail. Von Reiner Wandler 12.5.2026
Nachruf auf Alexander Kluge Geschichte war seine Obsession Das Wesen des Filmemachers und Schriftstellers Alexander Kluge strahlte stets Leichtigkeit aus. Dabei war der Rohstoff seiner Arbeit der Krieg. Ein Nachruf. Von Claudia Lenssen 26.3.2026
Preis der Leipziger Buchmesse Europas Gespür für Unübersetzbares Gastkommentar von Miljenko Jergovic Was haben Dutzende alte Schuhe vor Dorfhäusern mit Europa zu tun? Miljenko Jergovićs Rede zur Verleihung des Preises zur europäischen Verständigung. 18.3.2026
Memoir „Ghost Stories“ von Siri Hustvedt Unerhört links und continental Mit „Ghost Stories“ hat Siri Hustvedt ein literarisches Vergissmeinnicht geschrieben, voll aufrichtiger Liebe für den Menschen Paul Auster und seine Gedanken. Von Yannic Walter 13.3.2026
Die Wahrheit Die Hütte über der ganzen Scheiße Kolumne Die Wahrheit von Arno Frank Das Winterdomizil liegt abgeschieden auf einem Berg im Wald. Nur der Abpumpwagen dringt in das Eremitendasein des Waldschrats ein. 27.2.2026
Abschied von Hermann Peter Piwitt Der Trost guter Literatur Der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt ist tot. Die Frage, was wohl bleibt, wenn man nicht mehr ist, ist schon in seinen Büchern allgegenwärtig. Von Frauke Hamann 20.2.2026
Oscar-Kandidat „Hamnet“ Ein bodenlos scheinender Schmerz Mit großer emotionaler Wucht erzählt Chloé Zhaos „Hamnet“ von Shakespeares Ehe und der Trauer um ein Kind. Für die Oscars wird der Film hoch gehandelt. Von Barbara Schweizerhof 20.1.2026
Tagebücher von Arno Schmidt Der eigenen Radikalität nicht gewachsen Das einzig erhaltene Tagebuch von Arno Schmidt behandelt die Jahre von 1957 bis 1962. Es zeigt das Bild eines rastlosen, genialischen Einzelgängers. Von Helmut Böttiger 3.1.2026
Literaturgeschichte von Steffen Martus In postheroischer Gesellschaft Steffen Martus hat eine umfangreiche Literaturgeschichte der Gegenwart geschrieben. Was ist los zwischen Christa Wolf und New Adult? Von Dirk Knipphals 22.11.2025
Neuer Roman von Ian McEwan Der Schaum der Tage Was bleibt von unserer Zivilisation in 100 Jahren? Das fragt sich Ian McEwan in seinem brillant-abgründigen Roman „Was wir wissen können“. Von Dirk Knipphals 15.11.2025
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