: US-Muslime unter Generalverdacht
WASHINGTON ap ■ Die muslimische Gemeinschaft in den USA sieht als Folge der Terroranschläge vom 11. September ihre Bürgerrechte gefährdet. Diese Sorge wurde am Wochenende auf der 39. Jahrestagung der Islamischen Gesellschaft von Nordamerika geäußert, zu der 30.000 Muslime nach Washington kamen. Die Konferenz geht heute zu Ende. Seit dem 11. September treten die Behörden und weite Teile der Bevölkerung den Muslimen im Land misstrauisch gegenüber. Moscheen und Büros muslimischer Wohltätigkeitsorganisationen wurden wiederholt durchsucht, zahlreiche Anhänger des muslimischen Glaubens festgenommen. Die Muslime fühlen sich unter dem Generalverdacht des Terrorismus und sind verunsichert, sagte Ingrid Mattson, die Vizepräsidentin der Islamischen Gesellschaft. Die Gesellschaft von Nordamerika sitzt in Plainfield im US-Staat Indiana. In ihr sind mehrere muslimische Organisationen zusammengefasst, die sich unter anderem im Bildungs- und Wohlfahrtsbereich engagieren.
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