Twitter mit Einnahmemodell: Werbe-Tweets werden eingeführt
Der Kurznachrichtendienst Twitter wird bei seiner Suche künftig Werbe-Tweets einblenden - und das Modell später sogar ausweiten.
NEW YORK dpa/taz | An Aufmerksamkeit fehlt es dem Microblogging-Dienst Twitter nicht - an einer Einnahmequelle schon. Das will das Netzwerk seit langem ändern. Nun legt es ein Konzept vor.
Der Dienst will so genannte "Promoted Tweets" einführen. Diese sollen dem Nutzer erscheinen, wenn er in der Suche ein bestimmtes Wort eingibt, berichtete die "New York Times". Die Werbekunden zahlen dafür, dass ihre "Promoted Tweets" bei entsprechenden Suchwörtern eingeblendet werden. Später plant Twitter auch, Werbe-Tweets in den Eingang der Nutzer zu versenden, wenn diese für ihn relevant sein können.
"Die Idee von 'Promoted Tweets' ist es, die Kommunikation auszuweiten, die Firmen ohnehin mit ihren Kunden auf Twitter haben", sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Twitter-Manager Dick Costolo am Dienstag.
Das Konzept ähnelt der passgenauen Werbung von Google bei der Suche nach bestimmten Themen. Zu den ersten Werbekunden werden die Kaffeehauskette Starbucks, der größte US-Elektronikhändler Best Buy und die Fluggesellschaft Virgin America gehören.
Twitter existiert seit vier Jahren und hat nach Schätzungen von Marktforschern mittlerweile mehr als 22 Millionen Nutzer.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert