: Turbospargel unter BSE-Verdacht
■ Bei gentechnischen Experimenten in Singen wurde offenbar der Erreger des Rinderwahnsinns übertragen
Berlin (taz) – Bei gentechnischen Versuchen in der baden-württembergischen Landesanstalt für Biotechnologie ist offenbar der BSE-Erreger auf Spargelgemüse übertragen worden. Mitarbeiter des Singener Instituts hatten das Rinderwachstumshormon 3,4-Betabovinamid auf Spargel (Asparagus dracena) übertragen, um dessen Wachstum zu beschleunigen. Das genmanipulierte Liliengewächs wurde an Laborratten verfüttert – vier davon verendeten innerhalb von vier Wochen. Mitarbeiter des veterinärischen Untersuchungsamts Stuttgart fanden bei der anschließenden Sektion der Rattenhirne dieselben schwammartigen Aushöhlungen, wie sie von der BSE-Seuche bekannt sind. Der renommierte britische Forscher Harash Narang bestätigte der taz vergleichbare Fälle in Großbritannien. Übertragungsweg sei der Urin infizierter Rindern. Gelange dieser zur Düngung auf Spargelfelder, könne es zur Übertragung kommen. Narang attackierte die britische Regierung. Ihr lägen Berichte über Spargelinfizierungen vor, diese würden aber wegen der Wahlen am 1. Mai unter Verschluß gehalten. Tagesthema Seite 3
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen