Tracking zur Pandemie-Eindämmung: Wie Corona-Apps funktionieren

Smartphone-Daten sollen helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch es gibt ganz unterschiedliche Ansätze – und Probleme. Ein Überblick.

Eine Drohnenaufnahme des Tempelhoferfelds

Mit oder ohne App – schön Abstand halten! Foto: Christophe Gateau/dpa

Das Dach: PEPP-PT

Das ist es: Ein recht grobes Konzept für das Nachverfolgen von Kontakten. Smartphones lesen über eine App per Bluetooth ständig aus, welche anderen Geräte mit einer entsprechenden App sich in der Nähe befinden. Das Kürzel PEPP-PT steht für Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing. Also einen länderübergreifenden Ansatz, wie ein datenschutzfreundliches Nachverfolgen von Kontakten funktionieren kann. Wurde ein:e Nutzer:in positiv getestet, alarmiert die App alle anderen Smartphones, die mit dem Gerät der positiven Person in näherem Kontakt waren – und die diese oder eine kompatible App installiert haben. Standortdaten oder persönliche Daten sind dafür nicht notwendig und durch wechselnde IDs wird die Identität der Nutzer:innen geschützt.

Die Vorteile: Apps, die auf dem Konzept basieren, sind datensparsam und funktionieren länderübergreifend. Wer also irgendwann, wenn Reisen wieder möglich wird, in ein anderes europäisches Land fährt, muss keine neue App installieren.

Die Kritik: Einige Punkte schreibt PEPP-PT nicht vor. Etwa müssen Apps unter diesem Dach nicht Open Source sein. Und sie können auf eine zentrale Auswertung der Nutzer-IDs setzen, also einen zentralen Server, auf dem gespeichert ist, welches Gerät wann mit welchem in Kontakt war. Das könnte zu Missbrauch einladen. Denn ein zentraler Server muss von jemandem verwaltet werden – etwa von einer Behörde. In einem Rechtsstaat mag man das für ein vertretbares Risiko halten – aber ein unnötiges, da es eine bessere Alternative gibt (siehe: Die Datenschützende).

Die Aussichten: An dem Projekt sind über 130 Mitglieder aus europäischen Ländern und unterschiedlichen Branchen beteiligt, eine weite Verbreitung ist wahrscheinlich.

Die Schnellschüsse: GPS und Mobilfunkdaten

Das ist es: Über durch Standortdaten gewonnene Bewegungsprofile der Handynutzer:innen sollen Kontaktpersonen identifiziert werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte diese Idee bereits im März in einen Gesetzentwurf schreiben lassen. Ins endgültige Gesetz schaffte sie es aber nicht.

Die Vorteile: Um Standortdaten aus Mobilfunkzellen an die Behörden zu geben, wäre kein Einverständnis der Nutzer:innen nötig. Denn die Daten liegen bei den Mobilfunkprovidern.

Die Kritik: Die Daten von Mobilfunkzellen als auch die GPS-Daten sind zu ungenau. Eine Mobilfunkzelle kann auch mal Quadratkilometer groß sein – sollen dann alle, die zur selben Zeit in derselben Zelle eingebucht sind, in Quarantäne? GPS ist deutlich genauer. Aber nur unter optimalen Bedingungen. Auch hier würden zu viele Menschen als potenzielle Kontaktpersonen eingestuft. Außerdem: Unterschiedliche Stockwerke in Gebäuden erkennen GPS und Mobilfunk nicht.

Die Aussichten: Zuletzt hatte die Leopoldina freiwilliges GPS-Tracking vorgeschlagen, das Thema scheint noch nicht vom Tisch.

Die Überraschung: Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

Das ist es: Eine App aus der Familie der Kontakt-Nachverfolgungs-Apps. Sie soll, basierend auf Blue­tooth, Smartphones in der Nähe erkennen und im Fall eines positiven Coronatests andere App-Nutzer:innen, die sich in den vergangenen Wochen in der Nähe aufgehalten haben, warnen.

Die Vorteile: Da es sich um eine App unter dem PEPP-PT-Dach handelt, wird sie mit anderen europäischen Apps kompatibel sein. Und sie wird wohl auch dessen Datenschutzvorzüge haben: etwa, dass keine Standortdaten übertragen werden.

Die Kritik: Viele Details sind noch nicht bekannt. Zum Beispiel, ob sie auch die strengeren DP-3T-Anforderungen erfüllen wird und Open Source ist.

Die Aussichten: Die Vorstellung der App wird in diesen Tagen erwartet. Wird diese App entsprechend platziert und beworben, sind die Chancen hoch, dass eine kritische Masse an Menschen in Deutschland sie nutzt.

Die Daten­schützende: DP-3T

Das ist es: Ein ziemlich detailliertes Konzept, wie eine Corona-Nachverfolgungs-App datenschutzfreundlich gestaltet werden kann. Es ist eines von mehreren Projekten unter dem gerade populären PEPP-PT-Dach. Die wesentliche Punkte von DP-3T: Dezentralität, Anonymität, Nähe. Auch hier läuft die Kontaktnachverfolgung über Blue­tooth. Dadurch sollen nur Kontakte zwischen Mobiltelefonen gespeichert werden, die sich tatsächlich nah beieinander befanden. Um Anonymität zu gewährleisten, generieren die Telefone dafür ständig neue temporäre IDs. Die werden verschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert. So kann niemand Drittes von einer ID auf eine Person schließen. Bei einem positiven Coronatest erhält der:die Nutzer:in einen Code, mit dem sich die Kontakte der vergangenen 14 Tage alarmieren lassen. Dabei haben sich die Entwickler:innen technisch ein ziemlich ausgefeiltes Verfahren ausgedacht. Mit dem stellen sie sicher, dass selbst wenn jemand Unbefugtes den Netzwerkverkehr mitschneiden sollte, sich nicht herausfinden lässt, ob ein:e Nut­ze­r:in positiv ist oder nicht.

Das sind die Vorteile: Datenschutz, Anonymität, IT-Sicherheit. Und Open Source sollen auf DP-3T aufbauende Apps auch noch sein.

Das ist die Kritik: Apps, die darauf aufbauen, werden echte Akkusauger. Zum einen weil Blue­tooth einiges an Energie frisst. Zum anderen weil die lokal auf dem Gerät ausgeführten Rechenoperationen energieintensiv sind.

Das sind die Aussichten: Es gibt bereits eine Referenzimplementierung, also ein Modell, wie eine App aussehen sollte. Jetzt kommt es darauf an, ob wichtige Akteure wie Gesundheitsbehörden ihre Apps auf dem Konzept aufbauen.

Die Platzhirsche: Google & Apple

Das ist es: Eine klassische Version der Kontakt-Nachverfolgungs-Apps. Also: Eine App, die, auf Blue­tooth basierend, speichert, welche anderen App-Teilnehmer:innen im Nahbereich waren. Ist eine:r positiv getestet, gibt es für andere im Nahbereich einen entsprechenden Hinweis.

Das sind die Vorteile: Wenn die beiden großen Anbieter von Smartphone-Betriebssystemen auf ein datenschutzmäßig zumindest okayes Konzept setzen, dann setzt das Standards für die Branche. Wer dann noch Nutzer:innen per GPS-Daten oder Mobilfunkzellen tracken will, muss sich fragen lassen, warum.

Das ist die Kritik: Das Konzept von Google und Apple ist anscheinend noch nicht so ganz ausgereift, und ein paar Fragen sind offen. Zum Beispiel eine sehr entscheidende: Wissen dann Google und Apple, dass ich positiv getestet wurde? So, wie es derzeit aussieht, ließe sich die App in beide Richtungen umsetzen.

Das sind die Aussichten: Google und Apple machen nicht nur die Betriebssysteme, sondern betreiben auch die App-Stores. Sie könnten also eine App zum Erfolg pushen.

Der Ausreißer: Corona-Datenspende des RKI

Das ist es: Streng genommen keine Kontakt-Nachverfolgungs-App, sondern eine Corona-Datensammel-App. Wer ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch nutzt, kann die Daten daraus an das Robert-Koch-Institu (RKI) weiterleiten. Das betrifft unter anderem Herzfrequenz und Körpertemperatur, aber auch Daten über Aktivität und Schlaf. Das RKI will daraus auf fieberhafte Infekte schließen und Coronaausbrüche frühzeitig erkennen. Die App fragt daher auch die Postleitzahl ab.

Das sind die Vorteile: Klappt es, aus den gesammelten Daten frühzeitig Rückschlüsse auf lokale Infektionsgeschehen zu schließen, dann ließe sich daraus auch erkennen, ob Ausgangssperren wirken. Oder überlegen, ob es diese an einem Ort, an dem sich das Virus ausbreitet, geben sollte.

Das ist die Kritik: Die Software ist nicht Open Source – ob sie also macht, was sie machen soll, lässt sich von außen nicht einfach überprüfen. Da­ten­schüt­ze­r:innen kritisieren: Wer die Daten bekommt, sei für Nutzer:innen nicht zu erkennen, ebenso wenig, wie lange die Informationen aufbewahrt werden oder wie sie sich löschen lassen. Denn die App wurde nicht vom RKI programmiert, sondern von einer beauftragten Firma.

Das sind die Aussichten: Die Zahl der Menschen, die die App heruntergeladen haben, liegt mittlerweile im sechsstelligen Bereich. Laut Branchenverband Bitkom nutzen 36 Prozent der Deutschen mindestens gelegentlich eine Smartwatch. Es ist also noch Luft nach oben.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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