piwik no script img

Trabrenngesellschaft besorgt sich ziemlich viel Kohle

Die Gesellschafter der Hamburger Trabrenngesellschaft (HTRG) haben eine Kapitalerhöhung von jetzt 102.000 auf bis zu eine Million Mark beschlossen. Wie die Geschäftsführung gestern mitteilte, ist damit die finanzielle Grundlage der HTRG gesichert. Zuvor war gerüchteweise von einer drohenden Überschuldung die Rede gewesen. Die HTRG betreibt die Trabrennbahn in Bahrenfeld.

Erst am Donnerstag hatten die Traberfreunde den Prozess um die Asbestsanierung der Tribüne der Rennbahn in erster Instanz verloren. Die städtische Sprinkenhof AG, von der die HTRG die Rennbahn bis 2005 gepachtet hat, muss demnach nicht für die vier Millionen Mark Sanierungskosten aufkommen. Die Sprinkenhof AG treffe keine Schuld, so das Landgericht. Denn zu der Zeit, als die Tribüne gebaut wurde, sei die Gefährlichkeit von Asbest im Beton weitgehend unbekannt gewesen. Beide Parteien wollen in Revision gehen.

Um den Rennbetrieb fortführen zu können, hatte die HTRG die Tribüne im Sommer provisorisch saniert, dafür aber 350.000 Mark Jahresmiete einbehalten. Die Sprinkenhof kündigte den Mietvertrag. Das Urteil schwächt die Position der HTRG bei der langwierigen Suche des Senats nach Investoren für die Rennbahn. Der Senat will sich im Januar entscheiden. knö