: Tödliches Experiment
Untersuchungsergebnis: Grobe Fahrlässigkeit ging dem Sprengunfall in Kabul mit fünf toten Soldaten voraus
KOPENHAGEN dpa ■ Das Sprengunglück mit fünf toten Soldaten im März in der afghanischen Hauptstadt Kabul war Folge grober Fährlässigkeit durch die beteiligten Experten aus Dänemark und Deutschland. Die Untersuchungskommission aus beiden Ländern kam zu dem Ergebnis, dass „unkorrekte Behandlung des Sprengkopfes und Anwendung von ungeeignetem Werkzeug“ das Unglück verursacht habe, berichtet Focus. Das Bundesverteidigungsministerium hat den amtlichen Untersuchungsbericht nicht veröffentlicht, sondern an die zuständige Staatsanwaltschaft Lüneburg weitergeleitet.
Statt die russische Rakete zu vernichten, wollten die Soldaten danach den Flugkörper für Ausbildungszwecke erhalten und deshalb nur den Sprengstoff entfernen. Ein Däne, der die Benutzung von Bohrmaschinen am Sprengkopf als „unprofessionell“ kritisierte, sei von seinem Chef barsch abgewiesen worden.
Umverteilung gegen rechts
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