piwik no script img

Terror in NigeriaViele Tote bei Selbstmordattentat

Offenbar haben Mitglieder der Terrorgruppe Boko Haram erneut einen Anschlag verübt. Im Nordosten Nigerias starben dabei mehr als 20 Menschen.

dpa | Im Nordosten Nigerias haben sich zwei junge Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt und mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Ein Sicherheitsbeamter in der Stadt Maiduguri sagte am Montag, viele Opfer seien bis zur Unkenntlichkeit in Stücke gerissen worden.

Die Zahl der Toten werde vermutlich noch ansteigen. Ein Augenzeuge sagte, es habe auch viele Verletzte gegeben.

Die Attentäterinnen waren dem Sicherheitsbeamten zufolge höchstens Anfang zwanzig. Der Anschlag trug die Handschrift der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat, die sunnitischen Fundamentalisten üben jedoch immer wieder Anschläge in Maiduguri und Umgebung aus. Sie wollen im Nordosten Nigerias einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Zum genauen Ort des Anschlags gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Zunächst hieß es in örtlichen Medienberichten, ein belebter Fischmarkt sei Ziel des Attentats gewesen. Der Sicherheitsbeamte sagte jedoch, die Sprengsätze wurden nahe einer Moschee gezündet.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare