Studie zu fehlender Partnerschaft: Weniger Wohlbefinden bei jungen Langzeitsingles
Immer mehr junge Erwachsene gehen keine romantischen Beziehung ein – und das hat Folgen für ihr Wohlbefinden. Eine neue Studie zeigt Genaueres.
kna | Eine fehlende Partnerschaft senkt offenbar das Wohlbefinden junger Menschen. Wer dauerhaft Single bleibt, verliert über die Zeit an Lebenszufriedenheit, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Universität Zürich zeigt. Besonders in den späten Zwanzigern fühlten sich Langzeitsingles einsamer und depressiver, heißt es. In diesem Alter könne es auch schwieriger werden, „eine erste Partnerschaft einzugehen – zumal ein geringeres Wohlbefinden zugleich die Wahrscheinlichkeit erhöht, länger Single zu bleiben“, erklärt Studienleiter Michael Krämer.
Zwar werde das Singledasein medial als Ausdruck von Lifestyle und Selbstbestimmung inszeniert. Begriffe wie „Self-Partnership“, „Solo Living“ oder „Singlehood“ prägten die Diskussion. Gleichzeitig entschieden sich junge Erwachsene zunehmend gegen feste romantische Beziehungen.
Erste Partnerschaft macht zufriedener
Wenn einen Single dann aber doch Amors Pfeil treffe, habe dies erwiesenermaßen positive Folgen: Sobald junge Erwachsene ihre erste Partnerschaft eingingen, habe sich ihr Wohlbefinden in mehreren Bereichen verbessert. Sie seien kurz- und langfristig nicht nur zufriedener geworden, sondern fühlten sich auch weniger einsam. Auf Depressivität habe eine Partnerschaft dagegen keinen Einfluss gehabt.
Für die Studie wurden einmal im Jahr über 17.000 Menschen aus drei repräsentativen Längsschnittstudien in Deutschland und Großbritannien befragt. Sie waren laut Angaben zu Beginn der Studie zwischen 16 und 29 Jahre alt und zunächst alle partnerschaftsunerfahren.
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