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Statistik leidet unter Amazon

Das Statistische Bundesamt warnt vor ökonomischen Datenlücken

Das Statistische Bundesamt befürchtet, im Zuge der Digitalisierung die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht mehr vollständig dokumentieren zu können. Die Frage sei, ob Wirtschaftszweige richtig erfasst würden und verlässliche Daten vorlägen, sagte Bundesamts-Präsident Georg Thiel der Frankfurter Rundschau. „Das ist extrem schwierig. Das macht uns große Sorgen.“ Kein Online-Gigant gebe verlässliche Zahlen – weder Ebay, Amazon noch Airbnb. „Da wissen wir nur wenig, was sich dort tut. Da sind große weiße Flecken. Das muss sich ändern.“ Als Beispiel für eine Statistik, in der es wegen der Digitalisierung Lücken geben könnte, nannte Thiel die Beherbergungsstatistik, in der nur Unterkünfte mit zehn Betten und mehr erfasst werden. „Aber auf Airbnb gibt es so große Unterkünfte kaum.“ Dennoch sage das Unternehmen, dass sein Angebot tatsächlich einen großen Anteil am Beherbergungsmarkt ausmache: „Wenn das richtig ist, hätten wir einen großen Bereich, den wir in unserer Statistik nicht abbilden.“ Das Bundesamt brauche einen besseren Zugang, bessere Methoden und bessere Rahmenbedingungen angesichts der Digitalisierung, forderte Thiel. (dpa)

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