: Sparer in Indonesien stürmen Banken
Jakarta (AP) – Die Krise in Südostasien neigt sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihrem Ende zu. „Die meisten Länder haben das Schlimmste überstanden“, sagte IWF-Vizedirektor Stanley Fischer gestern in Malaysia. Gleichzeitig stürmten im benachbarten Indonesien Hunderte Sparer von der Schließung bedrohte Banken, um ihr Geld zu retten.
Das von der Krise am härtesten getroffene Indonesien kündigte an, morgen ein mit dem IWF überarbeitetes Reform- und Sanierungsprogramm vorzustellen. Dies ist Bedingung, damit die gestoppte Auszahlung des internationalen Hilfskredits von 43 Milliarden Dollar wieder in Gang kommt. Der IWF hatte aus Unzufriedenheit mit den Maßnahmen von Präsident Suharto die Überweisungen zurückgehalten.
Fischer stellte klar, auch nach einer Wiederaufnahme der Zahlungen bleibe Indonesien unter genauer Kontrolle des IWF. Suharto will nun sieben bankrotte Banken schließen. Daraufhin stürmten gestern in Jakarta und anderen Städten des Landes besorgte Kunden die Schalterräume, um ihre Guthaben abzuheben.
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