: Soziale Projekte vor dem Ende
Völlig ungewiss ist ab 1. Januar die Zukunft von rund ein Dutzend Stadtteilprojekten wie Suppenküchen, Seniorenhilfen und Sozialkaufhäusern, die im Rahmen des Programms „Soziale Teilhabe“ rund 300 frühere Arbeitslose beschäftigten. Wie berichtet, wollte die Sozialbehörde die für den Betrieb nötigen Zuschüsse ab 2019 nicht mehr zahlen, weil es ein modifiziertes Bundesprogramm gibt, das erstmals erlaubt, dass sich Projekte selber finanzieren.
Aber dass sich Suppenküchen rentieren, ist nach Auskunft der Träger nicht möglich. Ein Sozialkaufhaus und eine Schreibwerkstatt sind schon zu.
Doch wie nun das Abendblatt vor Weihnachten berichtete, habe es im Senat ein „Umdenken“ gegeben. Ein Kalender mit Fotos und Kurztexten über die Teilnehmer habe die Herzen erweicht. „Wir haben erreicht, dass alle sozialen ‚Teilhabe‘-Projekte auch ab Januar vorerst weiter finanziert werden und bei keinem Projekt das Licht ausgeht“, beteuert SPD-Fraktions-Chef Dirk Kienscherf der taz.
Nur: Die Arbeitsgemeinschaft der Träger (LAG) kann sich daraus keinen Reim machen. „Es gibt keine Zusage. Wir haben ab Januar keine Teilnehmer“, sagt Sprecherin Petra Lafferentz. Denn die Behörde habe erst für Mitte 2019 neue Mittel in Aussicht gestellt. „Sie will nur Projekte retten, die sich bis dahin mit Spenden irgendwie über Wasser halten.“ Kaija Kutter
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