Soldaten der US-Armee: Letzter Ausweg Selbstmord
Im vergangen Jahr sind mehr US-Soldaten durch Suizid ums Leben gekommen als durch Kampfhandlungen. Betroffen sind vor als Soldaten, die in Afghanistan waren.
Bild: reuters
WASHINGTON dpa | Immer mehr US-Soldaten nehmen sich das Leben. Allein im vergangenen Jahr begingen 349 Soldaten aller Waffengattungen Selbstmord, sagte Pentagonsprecherin Cynthia Smith der Nachrichtenagentur dpa.
2011 nahmen sich 301 Soldaten das Leben, ein Jahr zuvor 295. Damit seien 2012 mehr Soldaten durch Selbstmord als durch Kampfhandlungen ums Leben gekommen, berichtete die Militärzeitung Stars and Stripes.
Die steigende Selbstmordrate unter US-Soldaten bereitet den US-Streitkräften seit längerem Sorge. Zumeist sind Soldaten nach Kampfeinsätzen in Afghanistan betroffen. Verteidigungsminister Leon Panetta sprach bereits vor Monaten von „einer der komplexesten und dringlichsten Problemen“ der Streitkräfte.
Es müsse ein Klima geschaffen werden, das psychisch bedrängten Soldaten Hilfe biete. Unter anderem wurden Telefon-Hotlines eingerichtet.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert