Sinkende Ölpreise: Opec drosselt Förderung
Angesichts des Sinkflugs der Ölpreise will das Ölkartell das Angebot verknappen, um die Preise zu stabilisieren.
ALGIER dpa Opec-Präsident Chakib Khalil hat angesichts fallender Ölpreise eine "beträchtliche" Reduzierung der Erdölfördermenge angekündigt. Der algerische Minister für Energie und Bergbau sagte, dies werde auf der außerordentlichen Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder nächsten Freitag beschlossen.
Die tägliche Fördermenge der Opec-Staaten werde in der Größenordnung von 1,5 bis 2 Millionen Barrel täglich reduziert. Am 10. September hatte das Ölkartell die Förderquote von 28,8 Millionen Barrel am Tag festgelegt. Die Maßnahme solle wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schaffen, sagte der Politiker. Khalil erinnerte daran, dass der Ölpreis im Juli noch einen Spitzenwert von 147 Dollar pro Barrel (159 Liter) gehabt habe. Am Donnerstagvormittag habe der Barrelpreis in London bei 68 Dollar und in New York bei 72,30 Dollar gelegen. "Wir wollen einen stabilen Preis, der weder zu hoch noch zu tief ist und zwischen 70 und 90 Dollar pro Barrel liegt", sagte Khalil. Iran, der zweitgrößte Ölexporteur unter den 12 Opec-Mitgliedern, hatte eine drastische Senkung des Fördermenge verlangt.
In ihrem vorige Woche veröffentlichten monatlichen Ölreport sprach die Opec bereits von einer vorhersehbaren Delle in der Öl-Nachfrage. Gründe seien ein starker Dollar sowie eine düstere Stimmung in der Weltwirtschaft durch die Finanzkrise. Ein geringeres Wirtschaftswachstum als erwartet gehe mit weniger Öl-Nachfrage einher. In der ersten Hälfte von 2009 werde die Öl-Nachfrage in den USA niedriger sein als anfangs erwartet, dies könne sich leicht auch auf andere Länder ausbreiten, hieß es.
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