Sexuelle Gewalt in Indien: Verdacht auf Vergewaltigung
Trotz verschärfter Ahndung sexueller Gewalt kommt es in Indien weiterhin zu Sexualdelikten. Medienberichten zufolge wurde eine Polin auf einer Taxifahrt vergewaltigt.
![](https://taz.de/picture/128926/14/vergewaltigung_indien_01.jpg)
NEU DELHI dpa | Eine Polin soll in Indien von einem Taxifahrer betäubt und vergewaltigt worden sein. Die 33-Jährige sei mit ihrer zwei Jahre alten Tochter auf dem Weg von Mathura in die Hauptstadt Neu Delhi gewesen, als sie das Bewusstsein verlor, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Am Zielort sei sie auf einer Bank vor einem Bahnhof wieder zu sich gekommen, während ihre Tochter neben ihr weinte.
Eine medizinische Untersuchung habe die Vergewaltigung bestätigt, sagte der Sprecher weiter. Allerdings habe es in der Aussage der Frau zahlreiche Ungereimtheiten und Widersprüche gegeben. Die Tat soll sich bereits am Donnerstag ereignet haben. Nach Angaben der Frau habe der Täter ein Spray verwendet, um sie ihrer Sinne zu berauben.
Die Polin ist nach Angaben lokaler Medien eine Anhängerin des Hindu-Gottes Krishna und lebt seit drei Jahren in Mathura, dem angeblichen Geburtsort des Gottes. Die 33-Jährige habe Kleidung aus Indien exportiert. Die Polizei sucht nach dem Fahrer.
Seit der Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi steht sexuelle Gewalt in Indien im Fokus der Öffentlichkeit. Gerichte arbeiten seitdem flinker: Erst jüngst wurde ein Mann zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er sich an einer Spanierin in Mumbai vergangen hat. Sechs Männer, die im vergangenen Jahr über eine Schweizer Touristin herfielen, müssen ebenfalls lebenslang hinter Gitter.
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