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Schweizer Initiative gegen KriminalitätMänner raus!

Die SVP schürt rassistische Ressentiments in der Schweiz. Eine Initiative kontert mit einer recht originellen Kampagne für ein Referendum.

Das Übel sind nicht die Ausländer, sondern die Männer – denn die haben ein Kriminalitätsproblem. Das ist die Meinung einer Schweizer Initiative, die von Basler Kulturschaffenden ins Leben gerufen wurde. „Männer raus!“ will so vor allem ein Zeichen gegen Rassismus und die „Skandalisierungsmechanismen rechtspopulistischer Parteien“ setzen. Ihr Hauptargument: Nicht Ausländer seinen überdurchschnittlich kriminell, sondern Männer.

Der Plan: Wenn ein Mann eine Straftat wie Mord, Totschlag, Menschenhandel oder Vergewaltigung begeht, wird er für mindestens zehn Jahre aus dem Alpenparadies verbannt. Der Text der Initiative wurde am Dienstag offiziell im Bundesblatt veröffentlicht. Nun hat sie bis bis Mai 2016 Zeit, die für ein Referendum notwendigen 100.000 Unterschriften zusammenzukriegen.

Das Vorhaben ist eine politische Replik: Im Februar 2014 stimmten 50,3 Prozent für die Volksinitiative der Schweizerischen Volkspartei (SVP) „Gegen Masseneinwanderung“. Schon 2010 votierten 52,3 Prozent der Eidgenossen – ebenfalls auf Initiative der SVP –, dafür, straffällige Ausländer abzuschieben. Das Ergebnis wurde allerdings bis heute nicht in Gesetzesform überführt. Bei der jetzigen Veröffentlichung im Bundesblatt handele es sich „fast 1:1 um den Text der „Durchsetzungsinitiative“ der SVP, wobei „Ausländerinnen und Ausländer“ durch „Männer“ ersetzt wurde, teilen die Basler Kulturschaffenden mit. Der Passus zu Drogen wurde weggelassen – „Männer raus!“ ist für die Legalisierung von Drogen.

Der SVP sei es bei ihrer Kampagne ausschließlich um Rassismus gegangen – nicht um „Sicherheit“. Wäre letzteres der Fall, würde man wohl eher die Männer als Schuldige identifiziert haben, meint „Männer raus!“. Die Initiative belegt das mit Auszügen aus dem Schweizer Kriminalitätsregister 2013. Einige Beispiele: Tötungsdelikte mit Schusswaffen (100%), schwere Gewalttaten (93%), Vergewaltigung (99,5%), sexuelle Nötigung (98%).

Warum die Rolle der Männer von der SVP nicht beleuchtet wird, begründet „Männer raus!“ mit der Geschlechterzusammensetzung der Partei: Dort „herrscht bekanntlich eine Frauenquote wie in einem Darkroom“.

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10 Kommentare

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  • andyconstr

    Haben sie recht, Männer haben meist weniger Empathie und öfter ein schlechtes Sozialverhalten.Man muss sich fragen ob der neopatriarchale Sex

    nicht gleichwertig zu Selbstbefriedigung ist.

  • Jens Frisch

    "Ihr Hauptargument: Nicht Ausländer seinen überdurchschnittlich kriminell, sondern Männer."

     

    Gibt es da eine Statistik oder ist das eine reine Behauptung? Und sind ausländische Männer dann eventuell "führend" in der Kriminalitätsstatistik? Ist Sexismus besser als Xenophobie?

     

    "Satire" die über ein paar Fragezeichen nicht hinauskommt, kann man auch ruhig vernachlässigen.

  • Age Krüger

    Mist, darauf hätte DIE PARTEI auch mal kommen können.

    Als Volksbegehren in Bayern.

  • John Schmidt

    Die Männer-raus-Initiative bedient sich den gleichen Ausgrenzungsmechanismen wie die SVP.

    Abgesehen davon hat man typisch weibliche Taten wie Abtreibung, Kindestötung oder Unterhaltsbetrug ja längst de facto legalisiert.

    • MarlaMarie

      @John Schmidt:

      naja. "männer raus" oder zumindest "männer rechtzeitig raus" würde das mit der ganzen abtreibung und so ja dann obsolet machen. zwinkerzwinker.

    • blulizard

      @John Schmidt:

      EBEN. Das soll die Initiative doch verdeutlichen: dass es der SVP um Ausgrenzung geht, nicht um "Sicherheit". Sobald Männer die Kampagne kritisieren weil sie diskriminierend ist, hat sie ihr Ziel erreicht, da die Leute damit gleichzeitig die SVP kritisieren.

       

      Auf Ihren zweiten Satz werde ich nicht eingehen, da ich gleich mein Mittagessen noch genießen will.

    • Hans von Sepher

      @John Schmidt:

      Oooch, Herr Schmidt! Das ist hier doch gar nicht "Der Postillion". Sie legalisieren damit de facto Unterhaltungsbetrug!

    • negramaro

      @John Schmidt:

      Ich lach mich schlapp...!

    • matilda

      @John Schmidt:

      "Die Männer-raus-Initiative bedient sich den gleichen Ausgrenzungsmechanismen wie die SVP." Herr Schmidt, ganz richtig, es handelt sich hier ja auch um eine Persiflage.

    • user419

      @John Schmidt:

      So ein schlaues Kerlchen....und doch nichts verstanden!