piwik no script img

■ International Parliament of WritersSchriftsteller zum Krieg

Gegründet 1994, um neue Formen literarischer Überzeugungen zu vertreten, hat das Internationale Schriftstellerparlament (IPW) bislang davon abgesehen, auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren, um sich von äußeren Dringlichkeiten nichts vorschreiben zu lassen. (Für oder gegen Frieden, Nato, Miloevic ...) Das IPW ist keine politische Organisation, es muß keine einmütigen und einstimmigen Positionen beziehen oder Beschlüsse fassen. Es ist vielmehr eine Arena, in der einzelne Positionen und Visionen von Literaten ausgedrückt werden, die über gemeinsame ethische Grundsätze verfügen. Ob sie sich von Belgrad aus äußern oder aus Tirana, aus Rom oder Triest, aus Barcelona oder Madrid, aus Istanbul oder auch Nigeria, Kuba oder Vietnam: Es kommt darauf an, der Sprache der Stereotypen und Kriegsmetaphorik eine Sprache des Humanitären entgegenzuhalten.

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Schriftstellerparlament in Paris sowie den Zeitungen Libération und El Pais veröffentlicht die taz die Serie „Schriftsteller im Krieg“. Den Anfang machte Wole Soyinka. Heute folgt ein Beitrag des Mexikaners Sergio Pitol. Pitol (65) veröffentlichte zahlreiche Romane, von denen allerdings keiner auf deutsch vorliegt. 1993 gewann er den mexikanischen Nationalpreis für Literatur.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen