: Schlacht auf der Weser
■ Greenpeace zwingt Tropenholz-Frachter zur Umkehr
Brake – Umweltschützer von Greenpeace haben gestern einen Frachter mit Tropenholz auf der Weser zunächst zur Umkehr gezwungen. Das 200 Meter lange Schiff drehte ab, nachdem sich Greenpeace-Mitglieder trotz eines massiven Polizeiaufgebotes am geplanten Anlegeplatz des Frachters angekettet hatten. Laut Greenpeace sollte die „Saga Horizon“ kanadisches Urwaldholz nach Deutschland bringen.
Nach Angaben der Umweltschützer war die Aktion in Brake Teil einer weltweiten Kampagne gegen das Abholzen von Urwäldern. Bereits am Donnerstag hatte Greenpeace im Nordenhamer Midgardhafen gegen die Einfuhr von Tropenwald-Holz aus Kamerun protestiert (die taz berichtete).
Gestern enterten zwei Aktivisten die zwölf Meter hohe Bordwand der „Saga Horizon“. Laut Greenpeace hat der Frachter Zedernholz an Bord, das in Deutschland zu Fensterrahmen und Zellstoff für die Papierherstellung verwendet werden soll. Gleichzeitig kettete sich eine weitere Gruppe unbemerkt von der Polizei an der Braker Hafenkaje an. Jeti/dpa
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen