Schiffsunglück im Golf von Aden: Tödliche Überfahrt

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Somalias sind mindestens 55 Menschen ertrunken. Das völlig überladene Boot kenterte bei der Fahrt von Somalia nach Jemen.

Gestrandetes Flüchtlingsboot im Golf von Aden (Archivbild). Bild: dpa/UNHCR

BERLIN dapd/dpa/afp | Mindestens 55 Menschen sind offenbar bei einem Schiffsunglück vor der Küste Somalias ertrunken. Das überfüllte Boot sei auf dem Weg nach Jemen gewesen, als es kenterte, berichte die britische BBC unter Berufung auf das UN-Flüchlingshilfswerk UNHCR.

Andreas Needham, Sprecher vom UNHCR, sagte in Somalia, von den 60 Insassen – überwiegend Somalis und einige Äthiopier – seien nur fünf lebend gerettet worden. Rettungskräfte bargen 23 Leichen, für weitere 32 Vermisste gab es kaum mehr Hoffnung, wie UNHCR in Genf mitteilte.

Jedes Jahr wagen zahlreiche Menschen die gefährliche Überfahrt, um in arabischen Ländern Arbeit zu finden. Die Insassen des gesunkenen Bootes - überwiegend junge Männer - wollten nach Angaben von Überlebenden im Oman Geld mit der Ernte von Weihrauch verdienen.

Rund 100.000 Menschen überquerten in diesem Jahr bereits den Golf von Aden oder das Rote Meer beim Versuch der Auswanderung, häufig in dafür vollkommen untauglichen Booten. Im Februar 2011 waren im Golf von Aden 57 somalische Flüchtlinge ertrunken.

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