piwik no script img

■ ScheibengerichtHaris Alexiou

To pechidi tis agapis (PMS)

Griechenlands Antwort auf die Globalisierung heißt Haris Alexiou. Während der Rest der Welt, von der Titanic-Welle überrollt, sich widerstandslos der kompletten Celine-Dionisierung der Charts ergibt, hält man es in Hellas lieber mit Haris Alexiou, der ureigenen Pop- Göttin mit der dunklen Stimme. In Sachen Schmachtballaden muß man sich im Süden Europas schließlich von niemandem etwas vormachen lassen. Jetzt steht sogar eine kleine Gegenoffensive bevor. Mit den üblichen Elite-Studiomusikern (Pino Palladino, Manu Katché, Arto Tuncboyaciyan) in Paris aufgenommen und mit mehrsprachigem Booklet versehen, soll erstmals auch im Ausland der Hit- Olymp erklommen werden. „Das Spiel der Liebe“, so der Titel auf deutsch, bietet ein gutes Dutzend wundervoller musikalischer Mini- dramen, im griechischen Stil zwischen Romanzen und Rembetiko. Leiden Sie mit – Millionen Griechen können nicht irren!

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen