: Saubere Lüge
Die Fifa muss sich in der Schweiz wegen Greenwashing bei der Katar-WM verantworten
Bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission läuft ein Verfahren gegen den Fußballweltverband Fifa, nachdem Schweizer Umweltschützer wegen irreführender Werbung zur Klimaneutralität der WM in Katar eine Beschwerde eingereicht hatten. Hinter der Beschwerde steht die Klima-Allianz Schweiz. Ihr Vorwurf lautet, die Fifa betreibe „Klima-Greenwashing“, wende PR-Methoden an, die ein umweltfreundliches Image verkaufen, ohne dass es dafür eine ausreichende Grundlage gibt. Auch aus Großbritannien, Frankreich und Belgien wurden Beschwerden an die Schweizer Behörden weitergeleitet, da die Fifa dort in Zürich ihren Hauptsitz hat.
Die FIFA hatte die WM auf ihrer Website als das erste „vollständig klimaneutrale Turnier“ beworben. Recherchen von verschiedenen Medien, Klimaforschern und Umweltschützern kamen aber zum Schluss, dass die Klima-Behauptung der Fifa falsch ist. „Wir möchten, dass die Fifa ihre Ressourcen statt in Greenwashing in die Vermeidung von Emissionen investiert“, sagte Christian Lüthi, Geschäftsleiter der Klima-Allianz.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen