Sandro Schwarz muss draußen bleiben

Mainzer Mannschaftsbus

Erstmals hat mit Sandro Schwarz vom FSV Mainz ein Bundesligatrainer eine Sperre absitzen müssen. Das Spiel verfolgte er auf dem Parkplatz.

ein Mann gestikuliert mit ausgebreiteten Armen, im Hintergrund eine voll besetzte Stadiontribühne

Draußen geparkt: Sandro Schwarz vom FSV Mainz Foto: dpa

Früher hätte es das nicht gegegeben. Früher hätte sich Sandro Schwarz gerade mal die Bundesligakonferenz der ARD-Anstalten anhören können.

Aber die technische Entwicklung hält zum Glück mit der Veränderung des Fußballregelwerks Schritt: Zur Einführung der Gelben und Roten Karten gegen Trainer – erstes Opfer wurde der nun gesperrte Sandro Schwarz – gesellt sich die Möglichkeit, eine TV-Übertragung von Sky auch im Mannschaftsbus, der vor dem Stadion auf dem Parkplatz steht, anzugucken.

Dort sah Schwarz dann, vermutlich gemeinsam mit dem Busfahrer, der sich – gleichfalls vermutlich – Schwarz’ ständige Kommentare anhören musste, eine überlegene Mainzer Mannschaft. Näheres wusste auch FSV-Manager Rouven Schröder nicht. „Ich weiß nicht, ob er den Bus vor Freude auseinandergenommen hat, weil er einfach so mitgeht“, berichtete Schröder nach dem Spiel.

Auf jeden Fall lief der FSV nicht mit einer „Parking the Bus“-Taktik auf. So nennt man in England eine auf José Mourinho zurückgehende defensive Ausrichtung der Mannschaft mit einer dichten Abwehrkette. Wie hätte Mainz das auch machen können: Der Bus stand ja mit Trainer draußen.

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Jahrgang 1964, Mitarbeiter des taz-Sports schon seit 1989, beschäftigt sich vor allem mit Fußball, Boxen, Sportpolitik, -soziologie und -geschichte

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