SPECHT DER WOCHE: Mehr Widerstand!
Foto: Zeichnung: Christian Specht
Christian Specht, 45, ist politisch engagiert und unter anderem Mitglied im Behindertenbeirat in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg sowie im Berliner Rat der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild der Woche.
Mein Bild zeigt die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Ich habe es zum Jahrestag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gemalt. Viele der Menschen die damals deportiert wurden, Juden, alte und behinderte Menschen oder Homosexuelle haben nicht geahnt, was ihnen passieren wird. Andere, die Bescheid wussten, haben weggeschaut. Vielleicht hätte aber durch mehr Widerstand manches verhindert werden können. Man darf vor unangenehmen Dingen nicht die Augen verschließen. Man muss sich für Gerechtigkeit und Toleranz stark machen. Nur so kann verhindert werden, dass sich die Geschichte wiederholt. Mein Bild soll aber auch an ein anderes Bild erinnern, dass ich vor Kurzem gesehen habe. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin sind gerade Bilder ausgestellt, die Menschen in den Gettos und KZs gemalt haben. Ich finde es gut, dass die hier gezeigt werden. Nicht alle sind so braun wie meins, es gibt auch sehr bunte. PROTOKOLL VIV
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