: Rindfleisch für Nordkorea
STUTTGART dpa ■ Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) hat zugesagt, dass ein Teil des Fleisches der 400.000 Rinder, die zur Marktentlastung getötet werden sollen, nach Nordkorea geliefert wird. Allerdings werde die Bundesregierung darauf achten, das damit nicht „die Militärs des Landes ernährt“ werden, sagte Künast gestern auf dem Grünen-Parteitag. Zuvor hatte der Spiegel berichtet, die Lieferung drohe an ungelösten Kostenfragen zu scheitern. Sowohl das Verbraucherschutz- als auch das Entwicklungshilfeministerium weigerten sich, die Kosten aus dem normalen Etat zu übernehmen. Das Finanzministerium habe es bislang abgelehnt, zusätzliches Geld für einen Transport nach Pjöngjang bereitzustellen. Laut Spiegel werden für den Transport des gekühlten Rindfleischs rund 55 Millionen Mark veranschlagt. Da die Kühlkette bis zu den Hungernden jedoch nicht gewährleistet sei, müsste das Fleisch für rund 180 Millionen Mark eingedost werden.
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