piwik no script img

„Red Ken“ verliert U-Bahn-Prozess

DUBLIN taz ■ Londons U-Bahn geht den Londoner Bürgermeister nichts an. Das entschied ein Londoner Gericht am Montag abend. Richter Sullivan sagte, nach britischem Recht habe die Regierung das letzte Wort über die „Tube“. Tony Blairs Labour-Regierung befürwortet eine Partnerschaft zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor, um die maroden staatlichen Dienstleistungsbetriebe auf Vordermann zu bringen. Londons Bürgermeister Ken Livingstone hatte Klage eingereicht, weil er befürchtet, dass die Sicherheit unter der Teilprivatisierung leiden werde. Zwar kann Livingstone in die Berufung gehen, doch seine Anwälte sind pessimistisch. Die Gewerkschaft hat angekündigt, dass sie ihre Mitglieder zum Streik aufrufen werde, sollten die Sicherheitsbestimmungen aufgrund der Teilprivatisierung gelockert werden. Der britische Transportminister Stephen Byers begrüßte das Urteil. Er erwartet von Livingstone, dass er mit den Unternehmen zusammenarbeiten werde, um den Erfolg der Teilprivatisierung sicherzustellen. RASO

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen