Rechte Angriffe in Cottbus: Bündnis ruft zu Demo auf
Mehrere Attacken auf das alternative Wohnprojekt Zelle 79 und einen Jugendklub sorgen für Proteste in Cottbus. Am Freitagabend wird demonstriert.
dpa | Nach Angriffen auf ein alternatives Wohnprojekt und einen Jugendklub in Cottbus wollen am Freitagabend um 18 Uhr Menschen gegen rechte Gewalt auf die Straße gehen. Unter dem Motto „Ihr greift uns an – wir stehen zusammen“ ist eine Demonstration durch die Cottbuser Innenstadt geplant. Die Initiative Unteilbar Südbrandenburg erwartet dazu etwa 300 Teilnehmer, wie eine Sprecherin des Bündnisses sagte. Die Polizei begleitet die Demonstration.
Es sei Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen rechte Strukturen und für eine Gesellschaft frei von Diskriminierung und Rassismus, teilte Unteilbar Südbrandenburg mit. „People Of Colour, Menschen mit Behinderung, LGBTIQ* und alle, die sie als ihr politisches Feindbild identifizieren, sind immer größeren Bedrohungen ausgesetzt.“ Es gibt Aufrufe, auch von Berlin aus zur Demonstration zu fahren.
Mehrere Angriffe auf das Wohnprojekt Zelle 79
Nach den Angriffen in Cottbus ist der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz eingeschaltet. Zuletzt wurde das alternative Wohnprojekt Zelle 79 Ende Dezember mit Pyrotechnik beschädigt, in einem anderen Fall wurde ein Briefkasten mit einem Böller gesprengt.
Schon im Mai hatten mehrere Unbekannte das Gelände mit Böllern und Fackeln attackiert. Die Betroffenen sprachen von einem versuchten rechtsextremen Brandanschlag. Der Schutz des Hauses sollte erhöht werden.
Ende November wurden zudem an den alternativen Jugendklub Chekov in Cottbus rechte Parolen gesprüht. Auch an anderen Orten in Südbrandenburg gab es Angriffe auf Jugendeinrichtungen.
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