Rassistische Polizeigewalt in den USA: Ferguson akzeptiert Polizeireform
Lange hatten Ferguson und das US-Justizministerium Reformpläne verhandelt. Rassistische Gewalt und Diskriminierung sollen unterbunden werden.
dpa | Nach siebenmonatigen Verhandlungen mit dem US-Justizministerium hat die Stadt Ferguson im US-Bundesstaat Missouri Reformpläne für ihre Polizeiarbeit angenommen. Kernstück der Reformen ist die Einstellung von zusätzlichem Personal in der Krisenintervention und für die Stärkung der Beziehungen zwischen Bevölkerung und Polizei, wie der Sender CNN am Mittwoch berichtete. In Ferguson war es nach dem Tod des jungen Afroamerikaners Michael Brown zu Ausschreitungen gekommen.
Der Polizei in Ferguson wird unter anderem vorgeworfen, unverhältnismäßig oft Afroamerikaner ohne juristische Rechtfertigung festzunehmen, zu durchsuchen und übermäßig Gewalt anzuwenden. Die US-Justizbehörde hatte 2014 ein Ermittlungsverfahren gegen die Stadt eingeleitet, nachdem der 18-jährige Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden war. Die Polizei stand wegen der teils paramilitärisch anmutenden Reaktion auf nächtliche Krawalle nach dem Tod Browns öffentlich in der Kritik.
Im Februar hatte die US-Regierung im Streit um die Reformen die Stadt verklagt, weil die Bevölkerung Fergusons fast ein Jahr lang auf deren Umsetzung habe warten müssen.
Laut dem Bericht soll nun unter anderem auch in ein elektronisches System zur Nachverfolgung von Beschwerden, ein Frühwarnsystem sowie eine verbesserte Fortbildung von Polizeibeamten investiert werden.
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