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Rabat will spanische Exklaven

Marokko will Ceuta und Melilla befreien: Spanien schickt Kriegsschiffe zur Verstärkung

MADRID/RABAT dpa ■ Marokko hat seine Ansprüche auf die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla bekräftigt und damit die Spannungen mit Spanien verschärft. Die spanische Marine entsandte eine Korvette und ein Schnellboot nach Melilla. Sie sollen die beiden Korvetten unterstützen, die Spanien seit dem Konflikt um die Insel Perejil im Juli vor der nordafrikanischen Küste im Einsatz hat.

Die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Abderrahmane Youssoufi hatte die Marokkaner zur „Befreiung“ der spanischen Städte Ceuta und Melilla aufgerufen. Die Marokkaner sollten „alle Kräfte mobilisieren“, damit „die besetzten Territorien der Städte Ceuta und Melilla sowie die (unbewohnten) Chafarinas-Inseln befreit werden“, hieß es in einer Erklärung des Kabinetts.

Spaniens Ministerpräsident José María Aznar wies die Ansprüche Marokkos entschieden zurück und demonstrierte Gelassenheit. „Ich habe nicht die Absicht, zu einer Flut von Erklärungen und einer Eskalation beizutragen. Damit ist niemandem geholfen“, sagte Aznar bei Antritt seines Sommerurlaubs. Während des Insel-Konflikts hatte auch Spanien seine Truppen in den Exklaven verstärkt. Dies sei jetzt nicht zu erwarten, hieß es in Militärkreisen. Der spanische Vizeministerpräsident Mariano Rajoy sagte, er gehe nicht davon aus, dass Marokko wegen der Exklaven eine „Offensive“ gegen Spanien starten werde. Die Zugehörigkeit von Ceuta und Melilla zu Spanien sei in der spanischen Verfassung verankert. Madrid werde darüber auch keinesfalls verhandeln.

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