Pfusch, Schlamperei und Fahrlässigkeit: Prozess um Brand am Düsseldorfer Flughafen
Düsseldorf (AP) – Der Prozess um die Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen, bei der vor dreieinhalb Jahren 17 Menschen starben und 88 verletzt wurden, hat gestern begonnen. Staatsanwalt Uwe Kessel warf den elf Angeklagten im Landgericht Düsseldorf fahrlässige Brandstiftung mit Todesfolge sowie fahrlässige Körperverletzung vor. Pfusch, Schlamperei und Fahrlässigkeit aller Beschuldigten hätten zu der Katastrophe am 11. April 1996 geführt, erklärte Kessel.
Auf der Anklagebank sitzen der ehemalige technische Geschäftsführer des Flughafens, der Leiter der Bauabteilung des Flughafens, Architekten, Ingenieure, Feuerwehrleute sowie die Mitarbeiter der Schweißerfirma, bei deren Arbeiten am Parkdeck das Feuer entstand. Nach Kessels Worten führte aber vor allem „der pflichtwidrige Einbau“ des brennbaren Dämmmaterials beim Bau des Flughafens zum Brand. Bei einer Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu fünf Jahren Haft.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen